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Honnefer Sonntagszeitung, Sonntag, 7. September 2003
Text von Helmut Böndl

Mit dem Weltmeister auf den Kilimandscharo

 

Sven Ottke
Sven Ottke

Der September wird für WBA-Super-Champion und IBF-Weltmeister Sven Ottke (36) ein ereignisreicher Monat. Zunächst sein 20. Weltmeisterschaftskampf gestern in Erfurt gegen den IBF-Pflichtherausforderer Mads Larsen aus Dänemark. „Keine leichte Sache", wie der Champion vorher über den Fight meinte. „Larsen kann richtig hauen und dem Gegner ganz schön zusetzen", sagt der Super-Mittelgewichtler, „er ist ein Rechtsausleger, der sehr druckvoll mit der Führhand punkten kann.“ Kein Spaziergang also für Ottke in Erfurt.(Der Ausgang stand bei Redaktionsschlüsse noch nicht fest). Genauso wenig wie sein darauf folgender Termin. Am 10. September, also nur vier Tage nach seinem schweren Kampf gegen Larsen, fliegt er nach Nairobi, um mit einer Expedition nach einem Transfer nach Tansania den höchsten Berg Afrikas, den 5895 Meter hohen Kilimandscharo, zu besteigen.


Ist Boxer und Golfspieler Ottke jetzt auch noch Alpinist? „Das kann ich wirklich nicht von mir behaupten", sagt der gebürtige Berliner lachend, „ganz ehrlich, ich bin noch nie auf einen Berggipfel gestiegen. Doch als ich dieses Angebot bekam, war ich total begeistert. Das ist ein unglaublicher Reiz für mich und ich werde sehen, wo meine Grenzen sind."

Ob Ottke es wirklich bis zum Gipfel des Kilimandscharo schafft, kann auch der Veranstalter, Paul Friedrich von „Afrika-Reisen-Exklusiv" nicht hundertprozentig zusichern. „Das Problem ist weniger die Wegstrecke, als vielmehr die Höhe", so Friedrich, „ab 4000 Meter geht einem ganz schön die Luft aus und jede Bewegung wird zur größten Anstrengung."

Geplant ist, dass Ottke ab dem 12. September in 2000 Meter Höhe mit 7 weiteren Begleitern und 40 Trägern über die Machame-Route mit dem Aufstieg zum Kilimandscharo beginnt. Auf acht Stunden Fußweg durch den Urwald am ersten Tag muss sich der Weltmeister einstellen. Übernachtet wird in Zelten. Am 17. September, also nach fast sechs Tagen Aufstieg, soll Ottke den höchsten Gipfel Afrikas erreicht haben. „Wir haben zwar Sauerstoff und Druckluft dabei", sagt Veranstalter Friedrich, „werden ihn aber zum Aufstieg nicht nutzen. Sollte einer aus der Gruppe gesundheitlich nicht in der Lage sein, bis ganz nach oben zu steigen, so muss er in dem tiefer gelegenen Zeltcamp auf unsere Rückkehr warten.“

Auch wenn der Weltmeister gut bei Puste sein sollte, so kann Friedrich dem Super-Mittelgewichtler eines schon hundertprozentig prophezeien: „Auch Ottke wird in der Höhe Kopfschmerzen bekommen und diese mit Aspirin bekämpfen müssen. Wie viele andere wird er in der letzten Nacht vor Erreichen des Gipfels alles verfluchen und sich fragen, warum er sich diese Reise überhaupt angetan hat. Aber ich kann ihm heute schon versichern: Spätestens beim Abstieg ist er so euphorisch wie nach einem WM-Kampf.“

Die restlichen Tage bis zur Rückkehr am 23. September wird Ottke auf einer Safari in Kichwa Tembo im Massai Mara Nationalpark verbringen. Von den Strapazen kann sich der Super-Mittelgewichtler dann gemeinsam mit Frau Gabi gleich im Anschluss an diese Reise im Club der Besten in Tunesien auf Meereshöhe, quasi auf null Meter, erholen.

Der Afrika-Spezialist und der Boxer

 

Der gebürtige Honnefer Paul Friedrich war Referent des damaligen Landwirtschaftsministers Jochen Borchert, als er 1989 von Honnefer Freunden, die nach Afrika gezogen waren, eingeladen wurde. „Gleich nach der Ankunft ging es ohne Eingewöhnungszeit in den Dschungel", erinnert er sich, „und nach der Rückkehr war es um mich geschehen. PAUL FRIEDRICH bei der Vorbereitung seiner Afrika-Reise
PAUL FRIEDRICH bei der Vorbereitung seiner Afrika-Reise

Auf einem Termitenhügel sah ich einen Leoparden mit seinen Kleinen vor dem glutroten Sonnenuntergang sitzen, ein Bild, das ich nie vergessen werde." So wurde aus dem politischen Referenten ein Afrika-Fan und im Laufe der Jahre ein Afrika-Spezialist. Seit nunmehr sechs Jahren sieht sich Friedrich als Safari-Spezialveranstalter und ist bemüht, seine Kunden abseits touristischer Massenrouten zu führen, um ihnen das klassische Afrika zu zeigen. Seit geraumer Zeit bietet Friedrich auch spezielle Aktivreisen für Journalisten und prominente Zeitgenossen an, um ihnen die Schönheit des Landes zu zeigen. In der kommenden Woche steht die Besteigung des Kilimandscharo mit einer anschließenden Safari auf dem Programm, mit weltmeisterlicher Begleitung. Friedrich: „Das war reiner Zufall. Ich traf Sven Ottke in Köln, wir kamen ins Gespräch und in dessen Verlauf habe ich ihm angeboten, doch bei meiner nächsten Expedition, die ich damals gerade geplant hatte, dabei zu sein. Spontan sagte er zu, sich dieser Herausforderung zu stellen.“ Daraufhin wurde Friedrich mit Vorschriften zur „Hege und Pflege eines Weltmeisters“ regelrecht bombardiert. Trainer, der Boxstall, die Sponsoren und Ottke-Vermarkter teilten ihm mit, was erlaubt sei, und was nicht. Und als Ottke dann auch noch in einem Fernsehinterview einem Journalisten auf die Frage, was er denn nach seinem Kampf am Wochenende machen würde, sagte: „Ich besteige den Kilimandscharo", war Schluss mit Ruhe in Friedrichs Honnefer Büro. „Fernsehanstalten, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage riefen an, das Telefon stand nicht mehr still", sagte Friedrich. So werden neben Journalisten dem Veranstalter, dem Boxer und 40 Trägern auch Kamerateams mit auf dem Weg auf den größten freistehenden Berg der Erde dabei sein. Sogar die Sportschau wird über die Besteigung berichten, in der Sport-Bild wird darüber ein mehrseitiger Artikel erscheinen - und natürlich auch ein Bericht in der HSZ.

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